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In sehr anschaulicher und wertneutraler Art und Weise bereitete Herr Hauptmann Niehues, Vertreter der Jugendoffiziere der Bundeswehr Ulm, das Thema des Ukrainekriegs für Klassenstufe 9 am vergangenen Dienstag auf. Das Angebot der Bundeswehr war der GMS Bergatreute kurzfristig ins Haus geflattert und überschnitt sich mit der ersten Aufnahme einer ukrainischen Schülerin in dieser Klassenstufe. Daher lag es für Klassenlehrer Herrn Frank Böhler und Schulsozialarbeiterin Sarah Schuler nahe, die Möglichkeit dieses tollen und passenden Angebots zu ergreifen.
Herr Niehues verstand es den Konflikt, der letztlich zur derzeitigen Situation geführt hat, verständlich darzustellen. Auch waren die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse interessiert dabei zu erfahren, welche Auswirkungen dies auf die Wirtschaft und auf den Alltag haben kann und wer denn nun welche Interessen vertritt.
Die Kinder aller Klassenstufen an der GMS beschäftigt die derzeitige Situation, vor allem weil die Ukraine ja fast vor der Haustüre liegt. Während die einen Kinder Friedenstauben anmalen und an die Fenster kleben, spielen die Jungs der Grundschule Krieg, um das zu verarbeiten, was sie im Elternhaus, im Radio oder im Fernseher mitbekommen. Sowohl in der Betreuung als auch im Schulalltag ist es derzeit immens wichtig, mit den Kindern ins Gespräch zu gehen, Fragen zu beantworten oder auch mal gegenzusteuern, wenn die Dynamik im Spiel zu heftig wird. Und dann gibt es viele Fragen, auch an die neuen KlassenkameradInnen aus der Ukraine. „Woher kommst Du?“, „Wo ist der Rest Deiner Familie?“, „Hast Du Deine Haustiere mitgebracht?“ und „Wo wohnst Du denn jetzt?“.
Es ist eine sehr sensible Zeit und alle helfen sich gegenseitig. Der Google-Translator ist viel im Einsatz, ob in der Mensa oder auch mal im Unterricht. Es werden neue Freundschaften geschlossen und es wird sich ausgeholfen. Darauf kommt es jetzt an und auf Menschen, die den Kindern altersgerecht erklären, was da gerade passiert in der Welt.