Vom richtigen Umgang mit Sozialen Medien.
Wolfgang Gebhart, Jugendsachbearbeiter der Polizeidienststelle Bad Waldsee, ist der Einladung der Gemeinschaftsschule Bergatreute gefolgt, um vor ca. 65 Eltern und Kinder aus den Klassenstufen 4 und 5 im Zuge eines Elternabends zum Thema „richtige Nutzung Sozialer Medien“ zu sprechen. Schulleiter Andreas Reichle eröffnete den Abend und betonte, dass es ihm und dem Kollegium besonders wichtig sei die Kinder auch von schulischer Seite früh in der richtigen Nutzung technischer Geräte anzuleiten, um späterem Cybermobbing oder strafrechtlichen Verstößen in höheren Klassen bestenfalls erfolgreich entgegenzuwirken. Reichle und Gebhart sind sich einig, dass die Generation der derzeitigen Kinder und Jugendlichen oder die Generation „KI“ (=künstliche Intelligenz), wie Herr Gebhart es nennt, einen sachgerechten Umgang mit technischen Geräten unbedingt erlernen muss, weil die Technik nicht ab, sondern noch weitaus mehr zunehmen wird.
Im Zeitrahmen einer guten Stunde erklärte Herr Gebhart schonungslos, dass die Möglichkeiten der Anleitung im Elternhaus spätestens mit 12 oder 13 Jahren endet und dass der Zug dann selber fährt – „manchmal dann eben auch gegen eine Wand“. Was also Hänschen nicht lernt, lernt auch Hans nicht mehr oder manchmal nur schmerzhaft.
Dass die Kinder den Erwachsenen im Rahmen ihres Wissens um die Technik bereits in so jungen Jahren oft schon voraus sind wurde spätestens beim Einwurf eines Viertklässlers klar, der seinem Mitschüler empfahl die von den Eltern installierte Screentime-App (=App zur zeitlichen Beschränkung der täglichen Handynutzung) doch einfach umzuprogrammieren.
Gebhart betonte mehrfach wie essentiell wichtig eine gute Eltern-Kind-Bindung sei und empfiehlt miteinander ins Gespräch zu gehen und Zeiten von Handynutzung oder Tablet bereits früh in einem Verhandlungsprozess zu klären.
Seien Kinder belastet, dann merke man dies in der Regel. Vor allem als Eltern. Sei die Beziehung dann gut und gefestigt, dann gelinge in der Regel auch eine Klärung der Situation.
Es hilft also nur am Thema dran und vor allem im Gespräch zu bleiben und das wird die GMS Bergatreute auch in den kommenden Schuljahren, wie z.B. auch im Zuge des Projekts „Wir gegen Cybemobbing“ tun. Ein ausführlicher Bericht hierzu folgt.