Überraschungsgast im Schulteich

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Eine Stressprobe mag es schon für manchen Anwohner gewesen sein, als irgendwann im Mai einige der kleinen Laubfrösche sich ausgerechnet den neu angelegten Schulteich als Laichgewässer aussuchten. Lauthals – mit bis zu 90 Dezibel – ertönte weithin hörbar ihre durchdringender, schneller Balzruf: ‚quäck, quäck, quäck‘.  Dieser Ruf erschallt bei Sonnenuntergang und endet gegen Mitternacht.

Der Laubfrosch ist vielerorts inzwischen ausgestorben und streng geschützt. Der 3-5 cm lange, meist grasgrün gefärbte Froschlurch braucht zum Überleben nicht nur Wasser, sondern auch Hochstauden und Gehölze, die er mit Hilfe seiner Haftscheiben an den Fingern und Zehen erklimmen kann. Dort hockt er tagsüber auf Blättern und sonnt sich, erst mit der Dämmerung steigt er hinab und geht auf Jagd nach Asseln, Spinnen, Würmern und Insekten. Grade richtig ist da die Anlage von Beerensträuchern, eines Blühstreifens und Weidensaums rund um den Schulteich. Weiterhin sind auch alle Gärten um das Schulteichgelände vielfältig und ökologisch sehr hochwertig angelegt und bieten so dem lautstarken Sänger vielfältige Strukturen zum Überleben. So ist zu hoffen, dass er auch nächstes Jahr im Schulteich kräftig quäckt und seine Anwesenheit unsere Gärten als naturnahen Lebensraum auszeichnet.